Vorhaben umsetzen: 8 Gründe für deine Aufschieberitis - und wie du sie überwindest
Teil 2
Wie du in die Umsetzung kommst und dranbleibst – mit Freude, Strategie, Fokus und Disziplin
Diese zweiteilige Artikelserie ist eine praktische Lösungshilfe, um deinen inneren Schweinehund zu überwinden und dein Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Die Artikel helfen dir zu erkennen, welche unsichtbare Hürde dich gerade von deinem Ziel trennt – und wie du dieses Hindernis Schritt für Schritt auflösen kannst, um wieder in eine gesunde Selbststeuerung und ins Handeln zu kommen.
In Artikel 1 haben wir uns mit den tieferen Ursachen deiner Aufschieberitis beschäftigt – innerer Unklarheit, Widersprüche und unbewussten Blockaden. Jetzt geht es darum, wie du deine Ziele alltagstauglich runterbrichst, Disziplin entwickelst und deinen Fokus stärkst.
Grund Nr. 5: Der Weg ist nicht attraktiv
Wenn nur das Ziel Freude macht, aber nicht der Weg dorthin, wird Umsetzung zäh – besonders, wenn das Ziel noch weit entfernt scheint.
Unser Gehirn bevorzugt unmittelbare Belohnung. Ein Teil in dir weiss jedoch genau: Der Weg wird anstrengend. Warum also losgehen?
Lösungsansatz: Freude in den Prozess bringen
Schreibe eine Liste mit mindestens 30 Dinge, die dir Freude bereiten oder deine Neugier wecken – und integriere sie bewusst in deinen Alltag.
Verknüpfe konkrete Handlungsschritte mit den Dingen auf deiner Liste. Gestalte deinen Arbeitsplatz bewusst angenehm.
Feiere und belohne jeden Schritt, den du in die Gewünschte Richtung gegangen bist.
So sorgst du dafür, dass sich nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg gut anfühlt.
Grund Nr. 6: Zu grosse Ziele
Grosse Visionen inspirieren – und bergen gleichzeitig eine Gefahr.
Kennst du Menschen, die jedes Mal hochbegeistert von Seminaren zurückkehren? Die leidenschaftlich von ihren Visionen schwärmen? Unablässig in ihren Träumen leben?
Und trotzdem bleibt stetig alles beim Alten?
Diese Menschen stecken in der Falle des ewigen Träumers oder der ewigen Träumerin.
Grosse Ziele können begeistern. Doch wenn ein Vorhaben zu gross wirkt, weiss dein Gehirn schlicht nicht, wo es anfangen soll.
Lösungsansatz: Den Weg sichtbar machen
Behalte die Vision. Aber zerlege sie…
- In Meilensteine
- In konkrete Etappenziele
- In kleine Schritte für die nächsten 14 Tage
So lange, bis dein Gehirn sagt: Jetzt ist es machbar.
Grund Nr. 7: Ablehnung von Disziplin
Wie gehst du damit um, wenn dein Einsatz nicht sofort belohnt wird? Lässt du dich schnell ablenken, wenn es mühsam wird? Oder gelingt es dir, dranzubleiben?
Bei manchen meiner Coachees hat Disziplin einen schlechten Ruf – oft, weil sie mit Zwang, Fremdbestimmung oder sturer Gehorsamkeit verwechselt wird.
Dabei ist Disziplin für selbstgewählte Ziele nichts anderes als Selbstliebe in Aktion: die Fähigkeit und Bereitschaft, eigenen Entscheidungen konsequent zu folgen.
Ablehnung von Disziplin hingegen führt zu fehlender Durchhaltefähigkeit – und damit zum Aufschieben von herausfordernden Schritten.
Lösungsansatz: Disziplin aufbauen
So kannst du Disziplin in deinem Alltag aufbauen:
- Vision: erinnere dich regelmässig daran, wofür du es tust
- Tägliche Routine: kleine (!) Schritte – jeden Tag
- Langfristiger Fokus: heutiger Verzicht für zukünftigen Gewinn
- Intrinsische Motivation: gute Gründe sind stärker als reine Willenskraft
Grund Nr. 8: Überschätzte Willenskraft
Hand aufs Herz: Verschiebst du manchmal Aufgaben auf später – und später kommt nie?
Damit bist du nicht allein.
Diese Welt ist voller Ablenkungen. Das Problem: Willenskraft ist begrenzt – und wird oft überschätzt.
Die Wahrscheinlichkeit, auf später verschobene Aufgaben noch zu erledigen, wird mit jeder Stunde geringer.
Lösungsansatz: Reibung minimieren
- Minimiere Reibung und spare Willenskraft mit diesen Tipps:
- Erledige das Unangenehmste zuerst – und belohne dich danach
- Plane die Schritte klein aber konkret
- Starte bewusst niederschwellig: kleine Erfolge erzeugen Motivation
- „Schmiere den Weg“: Starte aufgeräumt in den Tag bereite schon am Vorabend alles so vor, damit Umsetzung leichtfällt
- Triff Entscheidungen im Vorfeld und arbeite zu festgelegten Zeiten in 7- oder 14-Tage-Sprints
Zum Abschluss: Nicht jedes Ziel muss umgesetzt werden
Vielleicht hast du beim Lesen dieser Reihe festgestellt: Du gibst alles – und kommst trotzdem nicht vorwärts. Und vielleicht liegt es daran, dass sich dein Ziel innerlich schwer oder fremd anfühlt.
Manchmal ist Aufschieben kein Problem, sondern ein wertvoller Hinweis. Nicht jeder nächste Schritt führt auf ein Ziel zu – manchmal führt er von einem Ziel weg.
Frage dich ehrlich:
- Willst du dieses Ziel wirklich erreichen – oder suchst du Anerkennung?
- Würdest du es auch tun, wenn niemand zuschaut?
Ein Ziel loszulassen bedeutet nicht zu scheitern. Eine Tür schliesst sich – eine andere geht auf. Und: Nur weil eine Tür einmal geschlossen wurde, muss sie nicht für immer geschlossen bleiben.
Du kommst allein nicht weiter?
Du hast ein Herzensziel, aber kommst doch nicht voran? Mein kostenloser Guide „VOM WUNSCH ZUR WIRKLICHKEIT – 7 Schritte zu deinem Herzensziel“ hilft dir dabei, Klarheit zu gewinnen, deine Ziele neu auszurichten und in die Umsetzung zu kommen. Hier entlang zum kostenlosen Guide.
Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, dein Vorhaben in die Tat umzusetzen und den ersten Schritt zu gehen. Ob alleine oder mit Unterstützung – ich wünsche dir in jedem Fall viel Freude dabei!
Du willst anderen helfen? Teile diesen Artikel mit den Couch Potatoes in deinem Umfeld und hilf ihnen damit, ihren inneren Schweinehund zu überwinden – damit sie nicht nur von ihren Vorhaben sprechen, sondern sie auch umsetzen!
Transparenzhinweis: Für eine verbesserte Lesefreundlichkeit wurde die Strukturierung, Formulierung und/oder visuelle Gestaltung dieses Textes mithilfe KI-gestützter Tools überarbeitet. Die inhaltlichen Ideen, Aussagen und Konzepte basieren auf eigenen Überlegungen und Erfahrungen. Für die inhaltliche Richtigkeit und Qualität übernimmt der Autor die volle Verantwortung.
